Unsere Philosophie
Pierre et traditions ist ein Bauunternehmen, das nicht baut. Wir spezialisieren und auf ökologische Altbausanierung und Restaurierung. Dabei lassen wir uns vom Prinzip, „Weniger ist mehr“, leiten.
Es ist mittlerweile allseits bekann, dass wir mit unserem Leitbild des ewigen Wachstums an Grenzen stossen. Das Baugewerbe ist in einer sehr massiven Art und Weisse für den hohen Ausstoss von CO2-Treibhausgasen verantwortlich. Alte Häuser enthalten grosse Mengen an sogenannter grauer Energie, die bei ihrem Abriss verloren geht.
Dabei sind alle Häuser oft schon deshalb ökologischer, weil sie an mit den örtlich vorhandenen Materialien gebaut wurden und an die lokalen klimatischen Bedingungen angepasst waren.
Bei der Herstellung der meisten neuen Baumaterialien werden Unmengen an Energie verbraucht. Dies ist unter anderem der Fall bei der Zementherstellung, für die der Zementklinker auf Temperaturen von 1400 bis 1500 ° C erhitzt wird. Zur Herstellung einer Tonne Zement braucht man ca. 110 KwH Energie.
Obwohl die Brandtemperaturen niedriger sind, ist die Kalkherstellung ebenfalls sehr energieintensiv. Was jedoch für Kalk und insbesondere für den sogenannten Luftkalk spricht, dass er, bei seiner Abbindung, erneut CO2 bindet.
Im Gegensatz zu Zement hat Kalk aber auch viele positiven Eigenschaften, die unsere Vorfahren kannten und zu nutzen wussten. Kalk trägt sehr erheblich zur Verbesserung des Raumklimas bei. Dies geschieht u.a. dadurch, dass Kalk die Luftfeuchtigkeit reguliert.
Im Gegensatz zu Zement ist Kalk auch wesentlich „flexibler“ und erträgt Bodenvibrationen. Gerade in Verbindung mit porösem Naturstein ist Kalk ein Material erster Wahl: Zement macht den Stein auf Dauer kaputt.
Ein weiteres Material, das wir verwenden, ist Lehm. Dadurch, dass Lehm direkt aus der Erde gewonnen wird, ist die, zu seiner Herstellung aufgebrachte Energie, gering. Lehm lässt sich auch, ohne grösseren Aufwand, endlos wiederverwernden.
Ähnlich wie Kalk trägt auch Lehm zur Verbesserung des Raumklimas bei und bindet zusätzlich auch noch Schadstoffe. Ähnlich wie Kalk nimmt Lehm vorhandene Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie langsam wieder ab. Dadurch wird z.B. Beschlag an Fenstern und Spiegeln verhindert.
Beide Materialien können mit anderen Materialien, wie z.B. mit Stroh und Hanf vermischt werden. Dadurch entsteht ein Wandputz der gleichzeitig auch wärmedämmend wirkt. Beide Materialien speichern Hitze, was im Zusammenhang mit Wandheizungen und Holzöfen interessant ist.
Während eine Gebäudesanierung dazu dient, ein Gebäude wieder wohnlich zu machen oder an den heutigen Ansprüchen anzupassen, geht es bei einer Restaurierung um mehr: Das Gebäude soll als Zeuge seiner Zeit und möglichst unverhändert erhalten werden. Dies erfordert nicht nur handwerkliches Wissen bezüglicher alter Techniken, sondern auch die Bereitschaft, dieses Wissen behutsam einzusetzen.
